Dermoplastiken
Taxidermy
Der Begriff Dermoplastik setzt sich zusammen aus ‚Derma‘, dem altgriechischen Wort für Haut und der Herstellung einer künstlerischen, dreidimensionalen Figur, also einer Plastik (ähnlich einer Skulptur).
Auch die Bezeichnung ‚Taxidermie‘ lässt sich aus dem Altgriechischen recht einfach mit ‚Ausrichtung bzw. Anordnung der Haut‘ übersetzen.
Einige meiner Dermoplastiken habe ich eingefärbt. In anderen habe ich Pflanzensamen eingepflanzt oder LEDs eingebaut.
Besonderes Augenmerk gilt den von mir selbst gegossenen, im Dunkeln reflektierenden Augen mehrerer Trophäen, die ich dem Tapetum Lucidum nachempfunden habe, derjenigen Schicht in den Augen nachtaktiver Tiere, die bei einem gezielten Lichtstrahl zurück leuchtet.



































Knochenpräparate
Skulls & Bones
Daraufhin werden die Knochen entfettet, gebleicht und wieder in ihrer ursprünglichen Anordnung zusammen gepuzzelt und montiert.
Ich habe eine Vorliebe für die künstlerische Bearbeitung von Knochen. So habe ich einem aus dem Schiefergebirge stammenden Spießer die gleichen Borkenkäferfraßspuren seiner Heimat in den Knochen gefräst und nachtleuchtende Kristalle auf einem Kaninchenschädel wachsen lassen.
Ahnlich wie in dem Ossarium in Kutna Hora habe ich Knochen als dekorative Elemente in der Bildgestaltung benutzt und auch schon mithilfe von eingebauten Puppengelenken bewegliche Marionetten aus Skeletten gebaut.























Diaphonisation (Feuchtpräparate)
Diaphonized Wet Specimen
Eine besondere Technik zur besseren anatomischen Veranschaulichung stellt hierbei die Diaphonisierung dar. Bei der Diaphonisierung wird das organische Gewebe nicht aufwändig entfernt, sondern transluzent gemacht und verschiedene Gewebearten histologisch eingefärbt.
Durch das Einlegen der Körper in mehreren Laugen, neutralisierenden, hydrierenden, dehydrierenden, färbenden und bleichenden Chemikalien ist das Verfahren recht aufwendig.
Es eignet sich daher gut für kleine Tiere, deren Körperbau zu filigran ist um die Knochen nach einer Mazeration wieder zusammen zu puzzeln und für Tiere ohne Fell, wie Amphibien, Fische, Föten und Embryos, da bei diesem Verfahren zwar Haut und Gewebe durchsichtig gemacht werden, jedoch Haare und Fell nicht.

















Sonstige Tierpräparate
Other Stuffed Animals
Angefangen habe ich mit einigen Versuchen zur Konservierung mithilfe von Epoxid – angelehnt an in Bernstein eingeschlossene Insekten.
In Folge dessen habe ich mit der Präparation von Insekten beschäftigt und unter anderem die Flügeldecken einiger Holzbienen vergoldet.
Neben dem Tätowieren zweier mumifizierter Katzen oder der Herstellung eines Pelzkragens aus ‚Marder-Resten‘, habe ich mit einigem Abstand mehrfach Experimente mit Pilzen durchgeführt. Pilze sind häufig Saprobionten, also die Verwerter von organischem Material, sie verdauen all das tote Gewebe und so entsteht wieder neues Leben daraus. Pleurotus ostreatus (Austernseitling) ließ ich in einem Rehschädel wachsen und Psilocybe cyanescens (Psilos) aus zwei Ratten.
















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